Im Zweifel gegen den
Angeklagten...? |
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Kommentar eines am Urteil beteiligten Richters |
Hinweis: Der nachfolgende Text wurde am 16.05.2005 als Kommentar auf unserer
Kommentarseite abgegeben.
Mit Interesse haben wir die Urteilskritik auf dieser Homepage und dem zugehörigen Forum verfolgt. Kritik an den staatliche Organen,
auch der Gerichtsbarkeit, ist ein Grundrecht und für das Demokratieverständnis wichtig. Schade ist allerdings, dass die Kritik im
vorliegenden Fall, wo nicht die Rechtsfrage sondern der Sachverhalt strittig ist, die Kritik ohne Kenntnis des Sachverhaltes, zum
Teil basierend auf Falschinformationen, erfolgen muss.
Interessant auch, wie hier eine Lobby aufgebaut wird, wie versucht wird auf die Richter der letzten Instanz
(so Beat Reichen: 'Darum bin ich der Auffassung, dass man dieser Leute Namen veröffentlichen soll. Jeder soll wissen dass diese ihren
Job nicht machen [allerdings bei einem weit höheren Lohn als der eines Rettungssanitäters]. Ein wenig öffentlicher Druck darf schon
sein.'), aber auch auf die der nächsten, Druck auszuüben. Nun ist es allerdings – bei persönlichen Anfeindungen,
Hausschmierereien und politischen Pressionsversuchen nicht immer einfache – Aufgabe des Richters, derartigen Druckversuchen
standzuhalten und allein dem Gesetz verpflichtet den Sachverhalt nach bestem Wissen und Gewissen zu ermitteln und zu würdigen.
Und schliesslich noch dies: Elementarste Fairness den Geschädigten (und den Geldgebern) gegenüber wäre es, wenn auf dieser Seite
das Gerichtsurteil im Volltext (selbstredend anonymisiert) abgedruckt würde. (Das Urteil ist fertig redigiert und das Gericht hat
nicht zu vertreten, dass es zur Zeit noch nicht versandt werden kann.)
Kurt Balmer
am Entscheid beteiligter Richter
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Lesen Sie hier die Antwort des Betroffenen auf dieses Statement.
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